Den GER für den Hochschulkontext (neu) entdecken

Termin:
14.03.2018
08:45 bis 17:00

ZfbK der JLU Giessen
ReferentIn: 
Zeitaufwand: 
8 AE
Zugang: 
Zugangsbeschränkt
max. Teilnehmer: 
30
Teilnahmegebühr: 
0,00€
Veranstaltungsort: 

Zentrum für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen
Justus-Liebig-Universität Gießen
Karl-Glöckner-Str. 5A
35394 Gießen
Raum 108

Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2000 ist der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER) nicht in allen, aber in weiten Bereichen der Fremdsprachenlehre das Maß aller Dinge. Geschrieben worden ist er ausdrücklich für Praktikerinnen und Praktiker aller Art im Sprachenbereich (einschließlich der Lernenden selbst), jedoch nicht als Anleitung zu guter Fremdsprachenlehre, sondern als Anregung zum Nachdenken und zum Austausch über bestimmte Fragestellungen rund um das Fremdsprachenlehren- und lernen. Der in dieser Hinsicht „offene“ Charakter des GER, aber auch seine sogenannten „Lücken“ (bei denen es sich vielleicht eher um nicht weiter ausgeführte Ansätze handelt) haben dazu geführt, dass weitere Publikationen folgten, die den GER konkretisieren und weiterentwickeln, indem sie z. B. auf bestimmte Sprachen oder Bereiche fokussieren. Zu nennen sind hier beispielsweise Profile Deutsch (2005), die erste Umsetzung der Grundideen des GER für eine Einzelsprache, der Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen (REPA/FREPA/CARAP, 2012) oder das im Herbst 2017 in einer vorläufigen Version erschienene Update zum GER Companion Volume With New Descriptions. Gemeinsam ist dem GER und seinen Nachfolgedokumenten, dass sie „nur“ eine Basis bilden, die einer Auslegung bedarf und deren Umsetzung für jeden Kontext neu definiert werden muss. Und dies ist auch der Grund dafür, warum sich Lehrende noch heute, mehr als fünfzehn Jahre nach dem Erscheinen des GER, treffen, um gemeinsam über seine Anforderungen zu reflektieren und an ihrer konkreten Umsetzung für die eigene Zielgruppe zu arbeiten.

Ziele des Workshops sind das Kennenlernen der Grundprinzipien des GER sowie der kompetente Umgang mit den Kriterien der Kompetenzstufen (A1-C2), nicht nur für die eigene kompetenzorientierte Fremdsprachenlehre, sondern auch um das System der Niveaustufen und Kann-Beschreibungen für die Lernenden transparenter und nutzbarer zu machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sollen ein Gefühl für die handlungsorientierten Anforderungen der einzelnen Kompetenzstufen des GER entwickeln und – darauf aufbauend – lernen, die von ihnen verwendeten Materialien wie auch die eigene Lehrpraxis generell in Bezug auf Kompetenzorientierung zu bewerten. Gleiches gilt für den Bereich der Leistungsfeststellung, insbesondere die Konzeption und Erstellung von Prüfungen. Besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, wie der GER konkret für den Hochschulkontext nutzbar gemacht werden kann.
 

Inhalt und Lernziele
Grundprinzipien des GER
Unterrichten mit dem GER
Prüfen mit dem GER
Themenbereiche
A: Theoretische Grundlagen: Fremdsprachendidaktik und sprachbezogene Hochschuldidaktik